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"Blut muss fließen"


Dienstag, 19.März 2019
18 Uhr
Jugendzentrum LOESCHWERK Marktredwitz


Der Sänger grölt Gewaltparolen, die Neonazis toben, die Arme gehen hoch zum Hitlergruß: Als der Journalist Thomas Kuban zum ersten Mal ein Neonazi-Konzert mit versteckter Kamera dreht, ermöglicht er Einblicke in eine Jugendszene, in die sich kaum ein Außenstehender wagt. Neun Jahre später hat er fünfzig Undercover-Drehs hinter sich, auch jenseits deutscher Grenzen. Ein Lied begegnet ihm immer wieder: „Blut muss fließen knüppelhageldick…“. Hochbrisant und einzigartig ist das Material, das er unter extremen persönlichem Risiko zusammengetragen hat. Es dokumentiert hautnah, wie junge Leute mit Rechtsrock geködert und radikalisiert werden.

Gemeinsam mit dem Filmemacher Peter Ohlendorf reist er noch einmal zurück an Orte, an denen er undercover gedreht hat. Im Fokus steht dabei die Frage, die er auch auf der politischen Ebene zu klären versucht: Wie ist es möglich, dass auf der rechtsextremen Partymeile über alle Grenzen hinweg gefeiert werden kann?


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„Weil eine Gemeinschaft nur funktioniert, wenn alle ein bisschen was tun.“


Unsere Zeichen und Stimmen gegen Rassismus.
Eine Wanderausstellung der AWO vom 01.-14. März 2019

AWO Haus, Thiersheimer Str. 1, Arzberg
Ausstellungseröffnung am 01. März, 18 Uhr
Zu sehen Montag -Donnerstag 8 bis 16 Uhr, Freitag 8 bis 13 Uhr
In Kooperation mit dem Runden Tisch für Demokratie und Toleranz Arzberg

Die AWO unterstützt Ehrenamtliche und Geflüchtete und dabei geht es auch sehr häufig um die Problematik Rassismus. Geflüchtete werden bedroht und angegriffen, Ehrenamtliche erleben dies mit oder werden ebenfalls angefeindet. Rassismus ist Alltag in Deutschland und ein Problem, das die gesamte Gesellschaft betrifft.
Die AWO führte vor diesem Hintergrund, beginnend mit dem Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März 2018, bundesweit an 20 Standorten des Projektes „Begegnung und Partizipation im Engagement mit Geflüchteten“ eine Aktion durch: Menschen konnten auf großen mobilen Planen ihr persönliches Zeichen gegen Rassismus hinterlassen. Entstanden sind Kunstwerke, aber auch Nicht-Sichtbares: Kontakte, Gedanken und Austausch über ein Problem, das uns alle betrifft.  Durch die Aktion ist vor allem eines klar geworden: Wir müssen miteinander reden und uns dabei auf eines besinnen: Demokratische Kultur.

Die Wanderausstellung „Unsere Zeichen und Stimmen gegen Rassismus“ möchte dazu anregen Gespräche zu führen, sich darüber zu verständigen, was wir unter Demokratie verstehen, wo wir Rassismus erleben, was wir ganz praktisch dagegen tun können.  Auf 21 Ausstellungspostern sind neben den ausdruckstarken Zeichen gegen Rassismus auch Interviewaussagen mit Geflüchteten und Ehrenamtlichen sowie inhaltliche Beiträge zu sehen. Diese verdeutlichen, was Rassismus, Rechtspopulismus und demokratische Kultur in der Praxis eigentlich bedeuten, wie Ressentiments entstehen und sie bieten Anregungen für demokratisches Handeln im Alltag. Denn es ist wichtig, den wenigen Lauten ein positives Bild entgegenzusetzen: Auch die vielen Erfolgsgeschichten, die mit dem ehrenamtlichen Engagement in der Flüchtlingsarbeit einhergehen, müssen sichtbar werden.

 


Workshop: Argumentationstraining gegen Stammtischparolen

Rechte Sprüche und Parolen können uns überall begegnen. Doch wie soll man mit solchen Äußerungen umgehen? An eine pauschale Lösung ist dabei nicht zu denken. Das Argumentationstraining bietet die Möglichkeit Handlungsoptionen auszuprobieren und verschiedene Alternativen zu diskutieren. Dabei geht es nicht um das Auswendiglernen von Argumenten oder gar Zahlen. Es geht um die Reflexion der rechten "Argumentationsweisen" und das praktische Ausprobieren, seine persönliche Haltung authentisch zu vertreten.

Nach dem großen Zuspruch während der Langen Nacht der Demokratie im September und zahlreichen Anfragen gibt es diesmal einen Tagesworkshop mit Constanze Borckmann

Samstag, 16. März 2019
10:00 - 16:00 Uhr
Volkshochschule Selb, Lessingstr. 8, Tagungsraum





RECHTSaussen - MITTENdrin

Ausstellung vom 11.03. - 24.03.2019


Zu sehen im JUZ "Löschwerk" in Marktredwitz
und im JAM in Selb


Wahlerfolge rechtsextremer und rechtspopulistischer Parteien, der Erfolg einer rechtsextremen Jugendkultur und die Akzeptanz rechtsextremer Einstellungen in Teilen der Bevölkerung machen deutlich, dass Facetten von Rechtsextremismus nicht nur „rechtsaußen“, sondern „mittendrin“ in unserer Gesellschaft zu finden sind.

Doch was ist eigentlich „Rechtsextremismus“?
Welche unterschiedlichen Ausprägungsformen gibt es?
Wie verbreitet sind rechtsextreme Einstellungen,
wie entstehen sie und
warum ist eine rechtsextreme Erlebniswelt besonders für viele Jugendliche so attraktiv?
Und vor allem:
Was kann man gegen Rechtsextremismus tun?