Internationale Wochen gegen Rassismus

11. – 24. März 2019


Das Projekt INTERNATIONALE WOCHEN GEGEN RASSISMUS schließt seit vielen Jahren Vereine, Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften, lokale Initiativen, Wissenschaftler, einzelne Persönlichkeiten sowie Städte und Gemeinden zusammen, die sich gegen Rassismus engagieren. In dem gemeinsamen Veranstaltungs- und Aktionszeitraum um den 21. März – dem UN-Tag gegen Rassismus – bündeln die Kooperationspartner alljährlich ihre Aktivitäten, um mit vielen anderen Akteuren in Deutschland und Europa ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

Rassismus ist eine Realität in unserer Gesellschaft. Die Landtagswahlen des letzten Jahres, die Kritik am Migrationspakt der UN sowie tägliche Ausgrenzungserfahrungen von Minderheiten machen dies nur allzu deutlich. Demgegenüber sind die vielen Initiativen zu den INTERNATIONALEN WOCHEN GEGEN RASSISMUS ein ermutigendes Signal. Die zahlreichen Partner, die das Programm für 2019 im Landkreis Wunsiedel mitgestalten, zeigen eindrucksvoll, wie stark und konstant das Engagement gegen Rassismus in Deutschland sein kann. Unter dem Motto „Europa wählt Menschenwürde“ finden auch 2019 wieder viele verschiedene Aktivitäten in ganz Deutschland stattfinden. Mit dabei die VHS Fichtelgebirge mit zahlreichen weiteren Partnern aus dem gesamten Landkreis mit einem vielseitigen Angebot für den Landkreis.

Das vollständige Programm für den Landkreis finden Sie hier und in Kürze auch gedruckt bei allen Kooperationspartnern ausliegend

Hintergrund

Was geschah am 21. März 1960?

Sharpeville, Südafrika: Am Vormittag des 21. März 1960 finden sich an verschiedenen Orten der kleinen Stadt 50 km südlich von Johannesburg zwischen 5.000 und 7.000 Menschen zusammen. Sie folgen einem Aufruf des Pan African Congress (PAC), der eine fünftägige gewaltfreie und friedliche Protestaktion angekündigt hatte.
Die Menschen demonstrierten gegen die Passgesetze des Apartheid-Regimes. Diese regelten das »Aufenthaltsrecht« der schwarzen Südafrikaner*innen. Die Anzahl der Schwarzen außerhalb der »homelands« sollte so auf ein Minimum beschränkt werden, ihre Arbeitskraft aber weiter zur Verfügung stellen.
Die Demonstrierenden setzen sich in Richtung Polizeistation im Sharpeviller Zentrum in Bewegung. Die Polizei hält die friedlich demonstrierende Menge mit niedrig fliegenden Flugzeugen und Tränengas in Schach. Um kurz nach 13 Uhr eskaliert dann schließlich die Situation: Angeblich als Reaktion auf Steinewerfer schießt die Polizei in die Menge. Die Menschen fliehen in Panik, die Polizei schießt weiter.
69 Menschen werden getötet, darunter acht Frauen und zehn Kinder. Viele – die Angaben variieren von 180 bis zu über 300 Personen – werden verletzt, teilweise schwer.
Quelle: Stiftung gegen Rassismus.de

Fest der Kulturen

Samstag, 23. März 2019
Selb, JAM

Zum Abschluss der Internationalen Wochen wird es nochmal multikulturell:


Livemusik, kulinarische Spezialitäten, Infostände und viele weitere Beiträge. Ziel ist es, viele Menschen zu erreichen und den Themen Menschenrechte und Demokratie eine Bühne zu geben. Das detaillierte Programm steht noch aus.

Frieden machen


Ausstellung


20.03. - 21.04.2019
Otto-Hahn-Gymnasium, Schulstraße 10,  Marktredwitz


Kann man Frieden „machen“? Und was bedeutet Frieden überhaupt? Die Ausstellung stellt Prinzipien, Instrumente und Kontroversen der zivilen Friedensarbeit vor. Internationale und lokale Fachkräfte berichten von ihren Erfahrungen in der Projektarbeit – von Chancen, Herausforderungen und Dilemmata. Interaktive Stationen regen zum Mit- und Nachdenken an und bieten Raum für eigene Meinungen und Vorschläge.


„Frieden machen“ ist eine Ausstellung der Bundeszentrale für Politische Bildung und findet im Rahmen des Integrationsprojekts „Come together - Wir l(i)eben Vielfalt“ statt.


Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 19. März 2019


Die Ausstellung kann montags bis freitags zwischen 9:00 und 15:30 Uhr in der Aula des Otto-Hahn-Gymnasiums besucht werden.

Was wissen Sie über "Rudi Dutschke"?


Donnerstag, 21. März 2019

19:30 - 21:00 Uhr
Weißenstadt, Gollerhaus, Kirchplatz 5


Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde


Am 7. März 2019 wäre Rudi Dutschke 79 Jahre alt geworden. Aber er starb mit 39 Jahren an den Folgen des Pistolenattentats, das am 11. April 1968 von einem Rechtsextremisten auf ihn verübt worden war.
Niemand anders hat der 68er-Bewegung in der Bundesrepublik so sehr seinen Stempel aufgedrückt wie Rudi Dutschke (1940-1979). Mit ihm ist die Revolte der Studenten mehr als nur verbunden - seine Biografie ist mit dem Verlauf einer kollektiven Bewegung eins geworden, insbesondere durch das Attentat vom Gründonnerstag 1968, das er nur um Haaresbreite überlebte und an dessen Spätfolgen er schließlich starb.

Leitung: Ulrich Chaussy, Hörfunkjournalist beim BR, Buchautor

"Blut muss fließen"


Dienstag, 19.März 2019
18 Uhr
Jugendzentrum LOESCHWERK Marktredwitz


Der Sänger grölt Gewaltparolen, die Neonazis toben, die Arme gehen hoch zum Hitlergruß: Als der Journalist Thomas Kuban zum ersten Mal ein Neonazi-Konzert mit versteckter Kamera dreht, ermöglicht er Einblicke in eine Jugendszene, in die sich kaum ein Außenstehender wagt. Neun Jahre später hat er fünfzig Undercover-Drehs hinter sich, auch jenseits deutscher Grenzen. Ein Lied begegnet ihm immer wieder: „Blut muss fließen knüppelhageldick…“. Hochbrisant und einzigartig ist das Material, das er unter extremen persönlichem Risiko zusammengetragen hat. Es dokumentiert hautnah, wie junge Leute mit Rechtsrock geködert und radikalisiert werden.

Gemeinsam mit dem Filmemacher Peter Ohlendorf reist er noch einmal zurück an Orte, an denen er undercover gedreht hat. Im Fokus steht dabei die Frage, die er auch auf der politischen Ebene zu klären versucht: Wie ist es möglich, dass auf der rechtsextremen Partymeile über alle Grenzen hinweg gefeiert werden kann?


Zur Website

„PK“ – Ein Film nicht nur für große Leute

Dienstag, 19. März 2019
16:00 Uhr
Selb, JAM

Der gutmütige Außerirdische PK (Aamir Khan) kommt aus einer entfernten Galaxis und landet eines Tages auf der Erde, um den blauen Planeten und seine Bewohner zu studieren. Als ihm die Möglichkeit zur Rückreise vorerst verwehrt bleibt, scheinen sich seine Untersuchungen auf unbestimmte Zeit zu verlängern. Ein Großteil der Leute, die ihm auf seinem Weg begegnen, ist der Meinung, dass nur Gott bei der Lösung seiner Probleme helfen kann. Das nimmt PK zum Anlass, die verschiedenen Religionen und Lebensweisen der Menschen genauer unter die Lupe zu nehmen. Mit seiner naiven Weltsicht und seiner kindlichen Art stellt er das Leben vieler auf den Kopf. Denn seine Fragen mögen einfach sein, doch die Antworten darauf sind komplex und lassen die Leute ihr eigenes Dasein hinterfragen. Damit schafft sich PK loyale Freunde, aber auch mächtige Feinde. Doch auf seiner spirituellen Reise lässt sich der sonderbare Mann von einem anderen Stern nicht beirren und inspiriert Millionen von Menschen...

Filmfreigabe ab 6 Jahre

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Geschichten aus dem Niemandsland

Konzertlesung: Literatur & Musik mit Urs M. Fiechtner und Sergio Vesely

Donnerstag, 14. März 2019

19:00 Uhr


Der chilenische Komponist und Sänger Sergio Vesely und der deutsche Schriftsteller Urs M. Fiechtner  prägten vor fast 40 Jahren den Begriff der Konzertlesung  für eine beispielhaft symbiotische Verknüpfung  von Literatur und Musik, die seitdem von  vielen  Autoren und Musikern nachgeahmt wird.

Konzertlesungen sind weder traditionelle Dichterlesungen mit Musik, noch einfache Collagen aus Text und Lied. Die von Urs M. Fiechtner vorgetragenen Texte werden von Sergio Vesely auf der Gitarre eher kommentiert als begleitet und gehen in Lieder über, die Vesely in deutscher und spanischer Sprache singt. Die Stilmittel zweier Kulturen fließen in ihren Konzertlesungen ebenso zu einer Einheit zusammen, wie Literatur und Musik.


Weichenstellung Europawahl – für oder gegen Europa?

Ein politischer Abend mit Dagmar Neubert-Wirtz

Mittwoch, 13. März 2019
19:30 h
Selb, JAM

Am 26. Mai ist Europawahl und die Menschen stehen vor der Abstimmung, welche Abgeordneten im Europäischen Parlament die Zukunft mitentscheiden sollen. Um was geht es?
Politiker sprechen von einer Schicksalswahl. Wer gewinnt? Europabefürworter oder Europaablehnende? Nach Umfragen im Dezember 2018 wird es große Veränderungen geben, die einen Parteien halbieren, die anderen verdoppeln ihre Zustimmungswerte. Zum ersten Mal haben die Parteien Spitzenkandidierende nominiert, um den Programmen Gesichter zu geben und die – bislang sehr niedrige Wahlbeteiligung – zu erhöhen. Letztendlich geht es um die Frage, in welchem Ausmaß der gegenwärtige Rechtsruck in Europa sich im Europäischen Parlament niederschlägt. Welche Stimme haben in nächster Zukunft nationale bzw. europäische Interessen?
An diesem Abend geht es mit der Politikwissenschaftlerin Dagmar Neubert-Wirtz um die Hintergründe der Europa-Wahl. Welchen Einfluss hat meine Stimme bei der Wahl? Welche Parteien arbeiten auf europäischer Ebene in welchen Fraktionen miteinander? Welche Themen entscheiden und welche Macht hat das Parlament im Gegenspiel mit den nationalen Regierungen? Während und nach dem Input ist Zeit für Fragen und Diskussion. 

Die Politikwissenschaftlerin und Soziologin Dagmar Neubert-Wirtz hat 15 Jahre für den Deutschen Bundestag gearbeitet. Sie hält Vorträge zum verfassungsmäßigen Auftrag und realem Funktionieren der Demokratie in Deutschland und Europa. In ihren Seminaren und bei der Moderation von Veranstaltungen motiviert sie Menschen zum zeitgemäßen politischen und gesellschaftlichen Engagement.

http://www.neubert-wirtz.de

Eröffnungsveranstaltung


Mit Rechten reden?!
Warum Rassismus, Hass und Hetze keine Gesprächsgrundlagen sind.

Montag, 11. März 2019, 

19:00 - 20:30 Uhr
Selb, JAM


Mit der zunehmenden Präsenz der "Neuen Rechten" geht immer häufiger die Aufforderung einher, mit rassistischen Ideologieproduzenten und Aktivisten in den Dialog zu treten. Völlig verkannt werden dabei die neurechten Diskursstrategien, deren Ziel weniger im argumentativen Austausch, als vielmehr darin liegt, den Raum für rassistische und menschenverachtende Positionen auszuweiten - und auf lange Sicht demokratische Aushandlungsprozesse gänzlich abzuschaffen. Ihr Ziel ist nicht der Dialog, sondern die Dominanz.

Vollkommen unberücksichtigt bleiben bei der Aufforderung zum Dialog zudem all diejenigen, die von der massiven Diskursverschiebung nach Rechtsaußen ganz unmittelbar betroffen sind - durch die Zunahme rassistischer Diskriminierung, Ausgrenzung und Angriffe.

Ein Diskussionsabend mit Hamado Dipama aus Äthiopien, Vertreter des bayerischen Flüchtlingsrates, Arno Speiser von der Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus und einem weiteren Prominenten (angefragt Günter Burkhardt, Geschäftsführer von Pro Asyl).

Moderation: Frankenpost, Herr Pöhlmann


Handlungsstrategien gegen rechte Sprüche

Workshop für Lehrkräfte, Sozialpädagogen und Vereine

Mittwoch, 20. März 2019

10:00 - 18:00 Uhr in der vhs Selb, Lessingstr. 8


Viele Menschen denken beim Begriff Rechtsextremismus an gewalttätige Neonazis. Das ist nicht falsch, aber unvollständig. Die extreme Rechte ist kein monolithischer Block, sie besteht aus verschiedenen Organisationen und Strömungen. Doch was ist ihr gemeinsamer ideologischer Kern? Welche Akteure spielen in der Region eine Rolle? Mit welchen Themen und Aktionsformen treten sie aktuell in die Öffentlichkeit? Im ersten Teil des Workshops soll diesen Fragen in einem Vortrag nachgegangen werden, ebenso besteht die Möglichkeit zur Diskussion.
Im zweiten Teil liegt der Fokus auf der Beschäftigung mit Rechtsextremismus in pädagogischen Kontexten. Was kann es bedeuten, wenn SchülerInnen oder KlientInnen Kontakte zur extremen Rechten haben? Wie könnte ein Umgang damit aussehen? Durch die Arbeit mit Fallbeispielen und die gemeinsame Diskussion von Handlungsstrategien soll zur Auseinandersetzung mit dem Gegenstand ermutigt werden.
 Der Workshop wendet sich an alle, die hauptberuflich oder ehrenamtlich mit Gruppen arbeiten. Die Leitung hat Jan Nowak, Mitarbeiter der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Bayern, Büro Nordost

Bitte anmelden unter 09287 800 51 20
Die Veranstaltung ist für Lehrkräfte auch buchbar über fibs.

„Weil eine Gemeinschaft nur funktioniert, wenn alle ein bisschen was tun.“


Unsere Zeichen und Stimmen gegen Rassismus.
Eine Wanderausstellung der AWO vom 01.-14. März 2019

AWO Haus, Thiersheimer Str. 1, Arzberg
Ausstellungseröffnung am 01. März, 18 Uhr
Zu sehen Montag -Donnerstag 8 bis 16 Uhr, Freitag 8 bis 13 Uhr
In Kooperation mit dem Runden Tisch für Demokratie und Toleranz Arzberg

Die AWO unterstützt Ehrenamtliche und Geflüchtete und dabei geht es auch sehr häufig um die Problematik Rassismus. Geflüchtete werden bedroht und angegriffen, Ehrenamtliche erleben dies mit oder werden ebenfalls angefeindet. Rassismus ist Alltag in Deutschland und ein Problem, das die gesamte Gesellschaft betrifft.
Die AWO führte vor diesem Hintergrund, beginnend mit dem Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März 2018, bundesweit an 20 Standorten des Projektes „Begegnung und Partizipation im Engagement mit Geflüchteten“ eine Aktion durch: Menschen konnten auf großen mobilen Planen ihr persönliches Zeichen gegen Rassismus hinterlassen. Entstanden sind Kunstwerke, aber auch Nicht-Sichtbares: Kontakte, Gedanken und Austausch über ein Problem, das uns alle betrifft.  Durch die Aktion ist vor allem eines klar geworden: Wir müssen miteinander reden und uns dabei auf eines besinnen: Demokratische Kultur.

Die Wanderausstellung „Unsere Zeichen und Stimmen gegen Rassismus“ möchte dazu anregen Gespräche zu führen, sich darüber zu verständigen, was wir unter Demokratie verstehen, wo wir Rassismus erleben, was wir ganz praktisch dagegen tun können.  Auf 21 Ausstellungspostern sind neben den ausdruckstarken Zeichen gegen Rassismus auch Interviewaussagen mit Geflüchteten und Ehrenamtlichen sowie inhaltliche Beiträge zu sehen. Diese verdeutlichen, was Rassismus, Rechtspopulismus und demokratische Kultur in der Praxis eigentlich bedeuten, wie Ressentiments entstehen und sie bieten Anregungen für demokratisches Handeln im Alltag. Denn es ist wichtig, den wenigen Lauten ein positives Bild entgegenzusetzen: Auch die vielen Erfolgsgeschichten, die mit dem ehrenamtlichen Engagement in der Flüchtlingsarbeit einhergehen, müssen sichtbar werden.

 


Workshop: Argumentationstraining gegen Stammtischparolen

Rechte Sprüche und Parolen können uns überall begegnen. Doch wie soll man mit solchen Äußerungen umgehen? An eine pauschale Lösung ist dabei nicht zu denken. Das Argumentationstraining bietet die Möglichkeit Handlungsoptionen auszuprobieren und verschiedene Alternativen zu diskutieren. Dabei geht es nicht um das Auswendiglernen von Argumenten oder gar Zahlen. Es geht um die Reflexion der rechten "Argumentationsweisen" und das praktische Ausprobieren, seine persönliche Haltung authentisch zu vertreten.

Nach dem großen Zuspruch während der Langen Nacht der Demokratie im September und zahlreichen Anfragen gibt es diesmal einen Tagesworkshop mit Constanze Brockmann

Samstag, 16. März 2019
10:00 - 16:00 Uhr
Volkshochschule Selb, Lessingstr. 8, Tagungsraum





Von Neonazis und Superhelden - Die Kleinstadt Themar und der Rechtsrock

Mittwoch, 20. März 2019
19 Uhr
Selb, JAM


Im Sommer 2017 versammelten sich in der Kleinstadt Themar über 6000 Neonazis aus ganz Europa. Der Film zeigt, wie Themar zu einer Hochburg der rechten Musikszene werden konnte und wie sich die Kleinstadt seitdem verändert hat. Denn durch Themar geht seither ein Riss: Zwischen Konzertveranstaltern, ihren Gegnern und denen, die liebe wegschauen wollen.


Im Film kommen alle relevanten Akteure zu Wort: Der Verpächter der Konzertwiese, engagierte Kirchenmitglieder, eine Bürgerin, die für die Vielen spricht, die sich nicht öffentlich äußern wollen und der Bürgermeister, der sich aktiv gegen rechts engagiert – in einer Stadt, in der die AfD bei der letzten Bundestagswahl stärkste Kraft wurde.


In Zusammenarbeit mit der Koordinierungs- und Fachstelle „Demokratie leben“. Eingeladen ist der Regisseur Adrian Oeser, ein Frankfurter Filmemacher und Journalist.

Lichter für Menschlichkeit


Donnerstag, 21. März 2019

19 Uhr,
Wunsiedel, Marktplatz

aus Anlass des „Internationalen Tag gegen Rassismus“ rufen wir zu einem friedlichen Miteinander auf.

Lasst uns ein Zeichen setzen in unserer Stadt, dass wir alle miteinander, ob alt, ob jung, ob arm, ob reich, egal welcher Staatsangehörigkeit friedlich miteinander leben wollen.



Kommt auf den  Marktplatz Wunsiedel. Wir wollen uns alle zusammen mit den Lichtern zu einem Friedenszeichen aufstellen.




Anschließend in den Räumen des Bürgerforums, Markt 1

„Zum Verwechseln ähnlich“

Eine Komödie rings um das überflüssige Thema Schwarz- oder Weiß-sein.






Shalom

Jugendinitiative gegen Rechtsextremismus

Nachlese

Bild: J. Henkel
Die Lange Nacht der Demokratie in Selb hat Wellen geschlagen. Auch zu Beginn der neuen Woche ist sie für viele Besucher noch immer Gesprächsthema. Wer war wo und hat was gesehen? Wie hat es gefallen? Wen hat man getroffen?
Diese und mehr Fragen bewegen die Menschen heute, 48 Stunden nach dem Ende der langen Nacht. Sie bleiben im Gespräch, tauschen sich aus und das ist gut so.
Auch von der Presse wird die Lange Nacht der Demokratie wohlwollend bedacht. Berichte in der Regionalpresse, eine Fotostrecke von Dr. Jürgen Henkel und mehr in der Zusammenfassung.

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Eine filmische Zusammenfassung von Franconia-Film gibt es auf YouTube zu sehen:
https://www.youtube.com/watch?v=FPENhzoIowM&feature=youtu.be


Pressestimmen

Petra Ernstberger spricht über die "Mütter des Grundgesetzes"
Mit Aufklärung und Liedern gegen Rechtspopulismus
Schulinitiativen: Mit Bierdeckeln gegen Stimmungsmache
Starkes Plädoyer gegen den Wahnsinn
Eindrücke von der Langen Nacht der Demokratie, festgehalten im
Film vom Team des Demokratiebus
Fotos bei SelbKultur


Auch das Wertebündnis berichtet in seinem neuesten Magazin "Werte leben" ausführlich über die "Lange Nacht der Demokratie" an allen 10 Standorten. Auf Seite 28/29 der Bericht aus Selb und der Link zur Bildergalerie

DANKE

Am Samstag fand die erste Lange Nacht der Demokratie statt. Zahlreiche Veranstaltungen unterschiedlichster Art lockten viele Menschen auf die Straße und zu den Angeboten.

Wir als Veranstalter sagen DANKE allen, die dazu beigetragen haben, diese Nacht zu etwas ganz Besonderen zu machen: Allen, die mitgewirkt haben, Allen, die geholfen haben, dass diese Nacht zu etwas Besonderen wurde. Aber vor allem ALLEN BESUCHERN unserer Veranstaltungen, denn ohne SIE, ohne Ihre Mitwirkung, wäre das Fest nicht zu dem geworden, was es wurde.

DANKE, dass Sie sich darauf eingelassen haben, dass Sie sich für Demokratie, Toleranz und Gerechtigkeit einsetzen. Denn Demokratie kann nur gelingen, wenn wir Alle unseren Beitrag leisten.

Gottes Staat und Parlament

Sind Demokratie und Islam miteinander vereinbar?


Freitag, 15. März 2019
19:30 Uhr


Das Spannungsverhältnis zwischen Demokratie und Islam ist Thema des Abends. Nach einer Einführung in die Thematik sollen vor allem auch die Besucher zu Wort kommen. Unser Ziel ist eine angeregte und vielseitige Diskussion.



Insbesondere nach den schrecklichen Anschlägen am 11. September 2001 ist der Islam in den Augen vieler Menschen in der westlichen Welt gehörig in Verruf geraten. Die Reaktionen auf die Mohammed-Karikaturen, die Bilder von Empörung und Gewalt in islamischen Ländern trugen ebenso dazu bei, die Ressentiments gegenüber Muslimen in Europa wachsen zu lassen.
Pauschalierung und auch Unkenntnis führen zu vielen Vorurteilen über den Islam, die zum Teil in den einschlägigen Medien verstärkt werden. Hierzu gehört auch das Stichwort „Demokratie“. Der Islam erscheint nach dem Verständnis der Mehrheit hierzulande als nicht vereinbar mit Demokratie. Rückständigkeit, gesellschaftlich, religiöse und politische Missstände in der arabischen und islamischen Welt werden zumeist einzig dem Islam zugeschrieben.

Dass diese vereinfachte Sichtweise viel zu kurz greift und die Situation in islamischen Gesellschaften auch in punkto „Demokratie“ weitaus komplexer und vielschichtiger ist, soll der Vortrag des Bamberger Islamwissenschaftlers und Schriftstellers Nevfel Cumart verdeutlichen.
Welche Aussagen zum Thema „Demokratie“ lassen sich im Koran finden? Welche demokratischen Strukturen finden sich in den Kernländern der islamischen Welt? Warum sind Salafisten und Fundamentalisten gegen demokratische Bestrebungen in ihren Ländern? Sind Islam und Demokratie wirklich grundsätzlich nicht vereinbar? Welche Argumente werden hierfür immer wieder genannt? Diesen und anderen Fragen geht Nevfel Cumart in seinem Vortrag nach.
Cumart zeigt auch in anschaulicher Weise auf, welche Voraussetzungen und Faktoren für die bisherigen – positiven wie negativen – Erfahrungen mit Demokratie in der islamischen Welt eine Rolle spielen und welche Folgen das für die dortigen Gesellschaften hat.

Im Verlauf des Abends können nach den Wünschen des Publikums Fragen aufgegriffen und aktuelle Ereignisse in Deutschland sowie in der islamischen Welt von Nevfel Cumart analysiert und erläutert werden.
Die Veranstaltung soll einen Beitrag dazu leisten, einerseits die gesellschaftlich-politischen Verhältnisse in islamischen Ländern besser verstehen und einordnen zu können und andererseits eine bessere Verständigung zwischen Christen und Muslimen zu ermöglichen. Letztere sehen sich hierzulande in den letzten Jahren einem wachsenden Druck ausgesetzt.



Nevfel Cumart, geboren 1964, studierte Turkologie, Arabistik, Iranistik und Islamwissenschaft in Bamberg und arbeitet als freiberuflicher Schriftsteller, Referent und Übersetzer. Er veröffentlichte 18 Gedichtbände und eine Sammlung mit Erzählungen. Für sein literarisches Werk erhielt er diverse Literaturpreise, darunter den Kulturpreis Bayern (2008) und den Pax-Bank-Preis für interreligiöses Engagement (2011). Im Juli 2014 überreichte ihm Bundespräsident Gauck persönlich das Bundesverdienstkreuz am Bande. Cumart hält Vorträge und leitet Seminare über verschiedene Aspekte der islamischen Religion, die Lebenssituation der Ausländer in Deutschland sowie über die türkische Gesellschaft und Kultur. Er bereiste viele Länder der islamischen Welt.Seine Seminare, Lese- und Vortragsreisen führten ihn auch mehrfach ins Ausland (u. a. England, Irland, Schweiz, Türkei, Dänemark).

100% Menschenwürde auch in der Altenpflege


Ein Theaterstück zur Situation in der Altenpflege


Sonntag, 24. März 2019
Arzberg, Kath. Vereinshaus


Unsere Alten mussten in den letzten Jahren wie kaum eine andere Bevölkerungsgruppe finanzielle Einbußen hinnehmen. Angefangen bei den Rentenkürzungen durch den sogenannten Nachhaltigkeitsfaktor bis hin zur Rente mit 67. Die Altersarmut steigt entsprechend rasant.

Was auch steigt ist die Anzahl pflegebedürftiger alter Menschen. Die Pflege ist überwiegend privatwirtschaftlich organisiert. Die Kommunen ziehen sich mehr und mehr zurück. Private wollen Profit machen. Ihr Rezept: Gewinnmaximierung durch Kostenreduktion, mit fatalen Folgen für pflegebedürftige Senior/innen.

 
Das ueTheater ist der Betreuung unserer älteren Mitbürger/innen speziell in Pflegeheimen nachgegangen und stellt den Status Quo auf der Bühne dar. Im Anschluss bleibt Zeit für Fragen und Diskussion.



Kurt Raster ist der Macher, der hinter dem ueTheater steckt. Zu sehen war er und seine Truppe bereits mehrfach in Selb und Arzberg, zuletzt mit seinem Stück "Enisas Tagebuch" zur Langen Nacht der Demokratie.

Mit der Volkshochschule hat er 2016 gemeinsam das Stück "Meine Freiheit - Deine Freiheit" entwickelt, welches vielfach auch international ausgezeichnet wurde.


RECHTSaussen - MITTENdrin

Ausstellung vom 11.03. - 24.03.2019


Zu sehen im JUZ "Löschwerk" in Marktredwitz
und im JAM in Selb


Wahlerfolge rechtsextremer und rechtspopulistischer Parteien, der Erfolg einer rechtsextremen Jugendkultur und die Akzeptanz rechtsextremer Einstellungen in Teilen der Bevölkerung machen deutlich, dass Facetten von Rechtsextremismus nicht nur „rechtsaußen“, sondern „mittendrin“ in unserer Gesellschaft zu finden sind.

Doch was ist eigentlich „Rechtsextremismus“?
Welche unterschiedlichen Ausprägungsformen gibt es?
Wie verbreitet sind rechtsextreme Einstellungen,
wie entstehen sie und
warum ist eine rechtsextreme Erlebniswelt besonders für viele Jugendliche so attraktiv?
Und vor allem:
Was kann man gegen Rechtsextremismus tun?








Zur Eröffnung


 
Herzlich willkommen zur
 
am
Otto-Keitel-Platz
Selb
17 Uhr

Bewegte Zeiten - Tschechien und Bayern

Der Landkreis Wunsiedel pflegt in vielerlei Hinsicht eine enge und lange Partnerschaft zum Nachbarland Tschechien. Schulen, Polizeidienststellen, Betriebe und viele weitere Akteure sind seit Langem vernetzt und miteinander bekannt. Dennoch scheint für viele Deutsche das Nachbarland weit entfernt. Wir wollen dem in einem Vortrag mit anschließender Diskussion auf den Grund gehen - wie stehen wir zueinander?
 

Der Radioworkshop

 
Der Radioworkshop für junge Macher für Alle, die sich selbst mal als Radioreporter ausprobieren wollen. Im Workshop lernt ihr zunächst das Aufnahmegerät kennen und bedienen. Danach kommen die ersten Schritte zum Radiointerview

Neugierig? Hier gibt's weitere Infos....

Two Souls

TWO SOULS

Das Akustik-Duo aus der Region.

Das Duo präsentiert Coversongs in individuellem Klanggewand. Unterschiedliche Musikrichtungen sind vertreten, z.B. Rock, Pop, Blues, Soul.
 
Wer bei der letzten Selber Kunstnacht dabei war, hatte bereits die Möglichkeit, das Duo kennen zu lernen. Jetzt wieder in Selb
 
JAM, 22 Uhr
 
Besetzung
Elisa Fuchs: Gesang & Percussion
Jonas Bergeest: Akustik-Gitarre

Argumentationstraining gegen Stammtischparolen

VHS 18:00 - 19:30 Uhr

Ein Workshop mit dem
Beratungsnetzwerk "Bayern gegen Rechtsextremismus"



Rechte Sprüche und Parolen können uns überall begegnen. Doch wie soll man mit solchen Äußerungen umgehen? An eine pauschale Lösung ist dabei nicht zu denken.
 
Das Argumentationstraining bietet die Möglichkeit Handlungsoptionen auszuprobieren und verschiedene Alternativen zu diskutieren. Dabei geht es nicht um das Auswendiglernen von Argumenten oder gar Zahlen. Es geht um die Reflexion der rechten „Argumentationsweisen“ und das praktische Ausprobieren, seine persönliche Haltung authentisch zu vertreten.
 
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Lieder zum Nachdenken

Veränderter Veranstaltungsort:
Jetzt bei SelbKultur


Lieder von Brecht, Wader, Liederjan und vielen anderen

Ob mit Gitarre begleitet oder unterlegt mit Beats: Das politische Lied erfindet sich offenbar immer wieder neu. Zum Superstar wird man damit nicht, aber darum geht es den Musikern auch nicht. Sie wollen mit musikalischer Sozialkritik die Welt zum Besseren verändern.

 

Die Gedanken sind frei - trotz alledem.

Ewig kann’ s nicht Winter sein - die Moorsoldaten haben es schon gewusst.
We shall overcome - heute hier, morgen dort.


Der Interpret dieses Abends - Dieter Hermannsdörfer - hat bereits in den 70er Jahren angefangen Gitarre zu spielen und zu singen. Auch wenn er weit entfernt ist von stimmgewaltigen Interpreten wie Konstantin Wecker hat ihn dies nie ermutigt. Egal ob am Lagerfeuer oder in lockerer Runde im Garten, immer wieder greift er zur Gitarre, um mit Freunden oder allein  politische Lieder anzustimmen.
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Menschen- und Grundrechte

Menschen- und Grundrechte: ein Dilemma?

Das Fortbildungs­programm Lions-Quest "Erwachsen handeln" will Jugendlichen Lebenskompetenzen vermitteln und die Möglichkeit gegeben, sich mit sich selbst,
ihrer Arbeitswelt und mit der Gesellschaft konstruktiv  und  empathisch auseinanderzusetzen. Ziel ist es
das Selbst­bewusstsein, die Resilienz, die inter­kulturelle Achtsam­keit sowie die Fähigkeit zur Reflexion, Kommunika­tion und Konflikt­lösung zu stärken.

Bei der "Langen Nacht der Demokratie" werfen einen Blick auf ein Modul von Lions-Quest "Erwachsen handeln", das bürgerschaftliche und demokratische Kompetenzen fördern will. 

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Zeichen gegen Rassismus


Geflüchtete erleben in den letzten Monaten immer mehr Rassismus in ihrem Alltag. Und auch Ehrenamtliche, die sich für Geflüchtete einsetzen, erleben Anfeindungen und Bedrohungen. Die AWO hält mit Geflüchteten und Ehrenamtlichen zusammen dagegen - mit einer Aktion in ganz Deutschland, die zeigt: Rassist*innen sind in der Unterzahl. Viele, viele Menschen positionieren sich klar gegen Ausgrenzung.

Die AWO in ganz Deutschland setzt ihre "Zeichen gegen Rassismus". Mit dabei ist auch der Ortsverband Arzberg.


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Meine Freiheit - Deine Freiheit

Meine Freiheit – Deine Freiheit
Aufzeichnung eines Theaterstückes

Warum fliehen Menschen aus ihrer Heimat und machen sich auf die lange und gefährliche Reise in eine ungewisse Zukunft?

Fast täglich hören wir Schlagwörter wie Flüchtlingswelle, Flüchtlingskrise oder Balkanroute und die Berichterstattung, begleitet von Bildern, die die unhaltbaren Zustände dokumentieren sollen, verlieren an Emotionalität. Doch hinter diesen Berichten verbergen sich Einzelschicksale von Menschen auf der Suche nach einer sicheren und menschenwürdigen Bleibe.


14 junge Menschen aus allen Teilen der Welt möchten uns ihre persönliche Geschichte näher bringen. Sie erzählen von ihrem Heimatland und den Gründen, die sie bewegten, sich auf diese Reise zu machen. Sie erzählen von Erlebnissen auf ihrem langen Weg und sie erzählen, wie sie in Deutschland aufgenommen wurden. In kurzen Szenen geben sie uns einen Einblick in ihr Leben und lassen uns für einen Abend teilhaben an ihren Erlebnissen.


Wildes Herz

Ein Film über "Feine Sahne Fischfilet"

Erst Fußball-Hooligan, dann Punk und Antifaschist: Jan „Monchi“ Gorkow – Frontmann der norddeutschen Punkband „Feine Sahne Fischfilet“ – macht sich immer wieder gegen Antisemitismus, Rassismus und Homophobie stark. Die mitreißende Band spielt vor Zehntausenden Fans auf den größten Musikfestivals Deutschlands. Aber gleichzeitig wird sie seit Jahren vom Verfassungsschutz Mecklenburg-Vorpommern als staatsfeindlich eingestuft.

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Ein Dorf sieht schwarz


Ein Film von Julian Rambaldi




Frankreich 1975:

Seyolo Zantoko ist Arzt und stammt aus dem Kongo. Als er einen Job in einem kleinen Kaff nördlich von Paris angeboten bekommt, beschließt er, mit seiner Familie umzuziehen.


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Die Mütter des Grundgesetzes

Parteiübergreifend für Gleichberechtigung



"Frauen und Männer sind gleichberechtigt" – so lautet Artikel 3, Absatz 2 des Grundgesetzes. Formuliert wurde damit im Jahr 1949 ein Programm, nicht eine Aussage über die Realität. Seiner Verankerung im Grundgesetz gingen heftige Diskussionen voraus. Ohne das Engagement der vier Frauen im Parlamentarischen Rat und der vielen Frauen, die sich in der Öffentlichkeit für die volle Gleichberechtigung starkmachten, wäre es zu dieser Formulierung nicht gekommen.

Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel sind die vier Mütter des Grundgesetzes. Ihrem Einsatz ist es maßgeblich zu verdanken, dass die Gleichberechtigung von Frauen und Männern 1949 im Grundgesetz verankert wurde.


Mit einem Vortrag von Petra Ernstberger um 19 Uhr